20. Februar 2020

Schlafprobleme in den Wechseljahren

Wechseljahrebeschwerden Schlafstörungen und Müdigkeit

Was tun gegen Schlafprobleme in den Wechseljahren?

Fast jede dritte Frau in den mittleren Jahren kennt es, das Warten auf Schlaf während man im Bett liegt und über viele Dinge grübelt und Probleme wälzt – Einschlafstörungen. Völlig erschöpft und übermüdet fällt man dann, kürz bevor der Wecker klingelt, in tiefen Schlaf und muss kurze Zeit später wieder unausgeschlafen und gerädert aufstehen. Die Folgen dieser Schlafstörungen: Erschöpfung, Depressionen und Konzentrationsmangel.

Wieso verhindern die Wechseljahre das Einschlafen?

Durch die wechseljahrebedingten Veränderungen des Hormonhaushaltes werden zudem Botenstoffe, die zur Steuerung der Schlafphasen im Gehirn wichtig sind, beeinflusst. Infolgedessen kommt es zu Störungen im Schlafrhythmus und somit zu häufigen nächtlichen Aufwachen und schlechtem Einschlafen.

Diese hormonelle Disharmonie kann ebenfalls zu Stimmungsschwankungen und Nervosität führen und so der Auslöser für Schlafstörungen und Depressionen sein, da bedingt durch die o.g. Wechseljahrebeschwerden betroffene Frauen verstärkt beginnen über den neuen Lebensabschnitt und das „Älter werden“ zu grübeln. Ihnen wird mehr und mehr bewusst, dass sich nicht nur der Körper verändern wird, sondern ebenso das Zusammenleben mit dem Partner.

Aber nicht nur Stimmungsschwankungen sondern auch nächtliche Hitzewallungen, die zu heftigen Schweißausbrüchen mit anschließendem Frieren führen, können einen ungestörten Schlaf unmöglich machen.

Was kann man gegen Schlafstörungen in den Wechseljahren tun?

Bitte versuchen Sie die Einnahme von Schlafmitteln zu vermeiden. Dies führt meistens zu einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit. Einschlafschwierigkeiten kann man auch durch natürliche und pflanzliche Mittel entgegenwirken, wie zum Beispiel einem gemütlichen Spaziergang am Abend.
Verzichten Sie am späten Abend auf koffeinhaltige Getränke und schwere Mahlzeiten. Nehmen Sie vor dem Schlafengehen ein heißes Bad und trinken Sie in aller Ruhe einen “Gute-Nacht-Tee“ aus beruhigende Kräuter wie Melisse, Baldrian und Hopfen oder ein Glas warme Milch mit Honig.
Vermeiden Sie Alkohol, der auch in geringen Mengen aufputschend wirkt.
Essen Sie Bananen: Magnesium entspannt und reife Bananen enthalten Magnesium.
Massieren Sie ca. 1 Stunde vor dem Schlafengehen Füße und Unterschenkel.
Eventuell hilft Ihnen auch autogenes Training oder Muskelentspannung nach Jacobson.

Weitere Tipps gegen Schlafstörungen und Schlafprobleme

Gehen Sie erst dann schlafen, wenn Sie richtig müde sind. Sollten Sie nicht einschlafen können, stehen Sie nach einer halben Stunde wieder auf und beschäftigen Sie sich, bis Sie sich richtig schläfrig fühlen. Lesen Sie z.B. etwas Entspannendes, schauen Sie Fernsehen, Bügeln Sie oder hören Sie Musik.
Damit Sie nicht erst noch vor dem Schlafengehen krampfhaft nach Dingen suchen müssen, überlegen Sie sich jeden Abend mindestens 5 Dinge die Sie tun könnten.
Versuchen Sie immer zu regelmäßigen Zeiten aufzustehen, auch an den Wochenenden.

Vermeiden Sie den Mittagsschlaf. Sollten Sie sich dennoch hinlegen, dann nur höchstens für eine Stunde, lieber kürzer und bitte nicht nach 15 Uhr.
Benutzen Sie Ihr Bett nur zum Schlafen. Tun Sie nichts anderes darin (außer Sex, was übrigens eine hervorragende Einschlafhilfe sein kann), wälzen Sie keine beruflichen und privaten Probleme, machen Sie es sich auch nicht darin bequem, um am Laptop zu arbeiten, sehen Sie auch nicht im Bett fern.
Ihr Bett bzw. Ihr Schlafzimmer dient lediglich zur Ruhe und Entspannung.
Vorsicht bei Östrogenpillen gegen Schlafprobleme, denn es wissenschaftlich nicht erwiesen, dass Hormone sinnvoll gegen die Schlaflosigkeit von Frauen über 40 wirken. Außerdem sind Hormonpräparate nachweislich gefährlich: Sie erhöhen das Risiko für Brustkrebs, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Thrombose.

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