30. November 2017

„Winterblues“ in den Wechseljahren

Was tun gegen den „Winterblues“?

Wo ist die Sonne? Diese Frage stellt man sich bei dem nasskalten Schmuddel-Wetter immer öfters. Die sinkende Temperaturen und auch die sonnenarmen, düsteren Tage drücken aufs Gemüt.
Viele Menschen fallen jetzt in den so genannte „Winterblues“, was bedeutet, in dieser Zeit erleidet die Stimmung einen Tiefpunkt.
Frauen sind von dieses Stimmungstief übrigens drei bis viermal häufiger betroffen als Männer. Gerade in den Wechseljahren, wo betroffene Frauen unter Dauerhitze leiden, haben sie selbst im tiefsten Winter „Hitzewallungen“. Dazu kommen Schlafstörungen, bedingt durch den veränderten Hormonspiegel. Ebenfalls verstärkt im Winter sogenannte Stimmungsschwankungen, eine Reaktion auf die Hormonschwankungen und die Veränderungen der Lebenssituation.

Was ist der Grund für die schlechte Laune im Winter?

Sonnenlicht erzeugt Serotonin, ein sogenanntes „Glückshormon.
Lichtmangel dagegen produziert Melatonin, welches man auch als „Schlafhormon“ bezeichnet.
Gerade im Winter, wenn die Produktion des Hormons Melatonin durch das fehlende Sonnenlicht stark ansteigt und auch tagsüber erhöht bleibt, treten als Folge daraus oftmals Schlafstörungen, Müdigkeit und Winterdepressionen auf.
So ist der eigentliche Grund für diesen Stimmungseinbruch also das fehlende Tageslicht.

Tipps gegen den Winterblues

Schlagen Sie den Stimmungstiefs ein Schnippchen. Hier ein paar Tipps um gut gelaunt bis zum nächsten Frühling durchzuhalten:

  • Nutzen Sie die kurzen Phasen des Tageslichts und gehen Sie täglich eine halbe Stunde an die frische Luft.
  • Auch Johanniskraut kann die Stimmung aufhellen. Täglich 600 Milligramm Johanniskrautkapseln helfen. Damit die Kapseln wirken, sollte man das Präparat mindestens drei Wochen lang einnehmen. Solarium, einmal in der Woche, verstärkt die Wirkung des Johanniskrautes.
  • Tragen Sie Kleidungsstücke in frischen, fröhlichen Farben und setzen Sie attraktive Akzente gegen den nebeligen und grauen Winteralltag.
  • Um Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu vermeiden, schlafen Sie mindestens sieben Stunden in der Nacht.
  • Ernähren Sie sich gesund: Vitaminreiche Obst- und Gemüsesorten unterstützen das Immunsystem im Winter. Deshalb bereichern Sie Ihren Speiseplan um Zitrusfrüchte, Kiwi, Paprika, Rote Rüben, Sauerkraut und Kartoffeln.
  • Gehen Sie aus, treffen Sie sich mit Freunden, oder laden Sie Ihre Freunde zu sich nach Hause ein. Soziale Kontakte verhindert Einsamkeitsfrust. Gerade die Gesellschaft von optimistischen Menschen kann einen erheblichen Einfluss auf die eigene Stimmung ausüben.
  • Als Alternative kann auch eine Lichttherapie helfen.

Naschen erlaubt: hochwertiger Kakao und Schokolade enthält Tryptophan, eine  Aminosäure die zu guter Laune verhilft.

Foto: by Denny Tiede © Der Tiede Blick