23. September 2018

Tee für die Prämenopause

Mit Kräuter gegen Wechseljahre-Beschwerden

Meistens beginnt die Prämenopause, die erste Phase der Wechseljahre, schleichend und unauffällig.
Bereits mit Mitte Dreißig setzt bei Frauen der Progesteronmangel ein, was bedeutet, dass die Gelbkörperhormone (Gestagen) immer weniger werden. Bei den Östrogenen dauert es etwas länger.
In der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) wird jetzt vermehrt Follikel-Stimulierendes-Hormon (FSH) ausgeschüttet, um die Progesteronbildung zu aktivieren. Da die Eierstöcke aber immer mehr abbauen, ist diese vermehrte Ausschüttung auf Dauer erfolglos.
Zudem verkürzen sich die Periodenzyklen und in dieser frühen Phase der Wechseljahre gibt es Zyklen mit und welche ohne Eisprung.
Im Verlauf der Prämenopause schwanken häufig auch Zykluslänge und Blutungsdauer.

Symptome in den Wechseljahren

Die charakteristischen Symptome in der ersten Phase der Wechseljahre wie Müdigkeit, Hitzewallungen, Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Wetterfühligkeit, stimmen überwiegend mit dem Prämenstruellen Syndrom (PMS) überein, unter dem viele Frauen kurz vor den Monatsblutungen leiden. Sind sie am Anfang eher schwach ausgeprägt, so steigern sie sich jedoch im Laufe der Jahre,  können jedoch von Frau zu Frau variieren oder sogar vollständig entfallen.
Hautunreinheiten, die Neigung zu Übergewicht,  Spannungen in den Brüsten, stärkere oder schwächere Menstruation sowie kürzere oder längere Intervalle zwischen den Perioden, können als weitere Beschwerden hinzukommen. Andere Probleme wie Infektionen, Unterleibsentzündungen oder Allergien lassen nach.
In der ersten Phase der Wechseljahre (Prämenopause) geht es darum, die o.g. Beschwerden zu lindern.
Dabei kann Ihnen folgende Teemischung helfen:

Teemischung

40 gr Mönchspfeffer
15 gr Frauenmantel
15 gr Schafgarbe
10 gr Melisse
10 gr Ysop
5 gr Lavendel
5 gr Rosmarin

Zubereitung und Anwendung

1 Esslöffel der Teemischung pro Tasse aufbrühen und ca. 10-15 Minuten ziehen lassen. Danach die Teeblätter abseihen (filtern).
Mindestens drei Tassen täglich mit kleinen Schlucken trinken.

Kräuter und ihre Wirkung

  • Mönchspfeffer – dieser wirkt progesteronartig und hilft bei geschwollene Brüsten und Periodenschmerzen.
  • Frauenmantel – wirkt ebenfalls progesteronartig, hilft bei Menstruationsbeschwerden, Hautproblemen und bei Problemen mit der Scheidenschleimhaut, sowie Kopfschmerzen und geschwollenen Füssen.
  • Schafgarbe – wirkt progesteronartig, krampflösend, Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, bei Hautprobleme  und Menstruationsbeschwerden.
  • Melisse – wirkt entspannend, schmerzstillend, krampflösend. Bei Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Unruhezuständen und Menstruationsbeschwerden.
  • Ysop – wirkt schweisshemmend und ist Menstruations fördernd. Hier ist Ysop vorwiegend als Würzkraut bekannt und ein naher Verwandter von Thymian, Salbei und anderen Lippenblütern. Ysop, ist eine wertvolle Heilpflanze mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.
  • Lavendel – wirkt beruhigend und krampflösend. Hilft bei Nervosität, Hautproblemen, Wsseransammlungen, Nervenschwäche, Kreislaufbeschwerden und Kopfschmerzen.
  • Rosmarin – wirkt anregend, krampflösend, Libido steigernd und hilft bei Hautproblemen.