30. November 2017

Bluthochdruck in den Wechseljahren

Erhöhter Blutdruck in den Wechseljahren

Im Laufe der Wechseljahre entwickeln mehr als die Hälfte der Frauen in den ersten beiden Jahren nach der Menopause einen erhöhten Blutdruck. Hormonbehandlungen in dieser Zeit erhöhen in der Regel den Blutdruck nicht.

Wenn der Druck in den Arterien (Blutgefäßen), welche das Blut vom Herzen weg befördern, deutlich erhöht ist bedeutet dies Bluthochdruck. Eine der häufigsten Folgen der hormonellen Umstellung. Wenn der Druck in den Arterien (Blutgefäßen), welche das Blut vom Herzen weg befördern, deutlich erhöht ist, bedeutet dies Bluthochdruck.
Anhand zweier Werte in der Maßeinheit Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) wird dieser, vom Herzschlag und den Gefäßwänden erzeugter Druck angegeben. Ein hoher Blutdruck ist eingetreten, wenn Werte von mindestens 140 zu 90 mmHg vorliegen, dies zeigt am deutlichsten eine Blutdruckmessung.

Bluthochdruck Wechseljahre

Erkrankung Blutdruck

Gerade bei Menschen im mittleren Alter, ist Bluthochdruck eine der häufigsten Erkrankung. In mehr als 90 Prozent der Fälle, kann dafür aber keine Ursache dafür festgestellt werden. Hier spricht man von einer sogenannten primärer oder essentieller Hypertonie. Bei den restlichen 10 Prozent kann hoher Blutdruck meistens als Folge einer Erkrankung (z.B. der Nieren oder des Hormonsystems) oder durch Medikamente entstanden sein. Mediziner nennen diese Form auch sekundäre Hypertonie.
Die Mehrzahl der Betroffenen zeigen oft jahrelang keine Symptome. In dieser Zeit kann, durch das Fehlen einer Therapie, der hohe Blutdruck im Körper oft Schaden anrichten. Zu hoher Blutdruck kann dauerhaft Herz, Augen Blutgefäße, Nieren, und Gehirn schädigen, was wiederum Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall nach sich ziehen kann.

Deshalb ist es besonders wichtig, Bluthochdruck rechtzeitig behandeln zu lassen. Ein Bluthochdruck liegt per Definition vor, wenn die Werte mindestens 140 zu 90 mmHg betragen:

 Klassifikation  systolisch diastolisch
 optimal   < 120   < 80
 normal  < 130  < 85
 hoch-normal   130-139  85-89
 leichter Bluthochdruck (Schweregrad 1)   140-159  90-99
 mittelschwerer Bluthochdruck (Schweregrad 2)   160-179  100-109
 schwerer Bluthochdruck (Schweregrad 3)   > 180  > 110
isolierter systolischer Bluthochdruck
(nur der erste, obere Wert ist zu hoch)
 > 140  < 90

Quelle Tabelle: Klassifikation der Blutdruckbereiche nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Hormone und Blutdruck

Eine der häufigsten Folgen der hormonellen Umstellung ist der Bluthochdruck. Im Laufe der Wechseljahre entwickeln mehr als die Hälfte der Frauen in den ersten beiden Jahren nach der Menopause einen erhöhten Blutdruck. Hormonbehandlungen in dieser Zeit erhöhen in der Regel den Blutdruck nicht. vielmehr hat die Hormoneinnahme positive Auswirkungen auf Risikofaktoren, die zu Hochdruck führen können. Die Gefäßerweiterung, Blutgefäße entspannen sich unter einer Hormoneinnahme, was den Blutdruck sinken lässt, ist dabei ein wichtiger Effekt. Anzumerken wäre aber auch, dass die Ursache von Hochdruck in den meisten Fällen nichts mit den weiblichen Hormonen zu tun hat. Es reicht also nicht aus, dagegen in den Wechseljahren Hormone einzunehmen um dagegen anzugehen.